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Kopf-Hals-Tumoren

Kopf-Hals-Tumoren zählen zu den häufigeren Krebserkrankungen. Durch den Einsatz modernster Diagnostik- und Behandlungsverfahren ermöglichen wir eine individuelle Versorgung.

KOPF-HALS-TUMOREN

Unter dem Begriff ‘Kopf-Hals-Tumoren’ werden verschiedene Krebsarten zusammengefasst. Kopf-Hals-Tumoren machen weltweit ca. fünf Prozent aller Krebserkrankungen aus. Ein Großteil der Erkrankungen entsteht dabei in den Epithelzellen der Schleimhäute, also beispielsweise im Mund, an der Zunge, in der Nase oder im Rachen.

VORBEUGUNG & FRÜHERKENNUNG

Die Heilungschancen bei einem Kopf-Hals-Tumor hängen maßgeblich davon ab, wie früh er diagnostiziert wird. Wird der Krebs im Frühstadium entdeckt, liegen die Chancen auf Genesung mit 75 – 90 Prozent relativ hoch. Ist der Tumor weiter fortgeschritten, sinkt die Rate. Es ist daher wichtig, besonders auf Risikofaktoren sowie die oft eher harmlos wirkenden Symptome zu achten, um der Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren entgegenzuwirken bzw. im Falle einer Erkrankung möglichst hohe Heilungschancen zu haben.

RISIKOFAKTOREN

In den letzten Jahren ist das Risiko, an einem Kopf-Hals-Tumor zu erkranken, angestiegen – und obwohl die Krankheit vor allem Männer betrifft, ist die Anzahl der Fälle insbesondere bei Frauen stark gewachsen. Daher sollten auf folgende Risikofaktoren geachtet werden, welche die Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren begünstigen können:

  • Rauchen
  • Alkohol
  • Humane Papillomviren (HPV)

SYMPTOME

Die Symptome einer Kopf-Hals-Tumorerkrankung können für sich genommen recht harmlos wirken. Daher ist es wichtig, die sogenannte “1-für-3-Regel” zu beachten, um eine möglichst frühe Erkennung des Tumors zu ermöglichen. Nach der “1-für-3-Regel” sollte unbedingt ein HNO- oder MKG-Facharzt aufgesucht werden, wenn eines der folgenden Symptome über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen besteht:

  • Nicht heilende Wunden im Mund oder auf der Zunge
  • Rote oder weiße Flecken im Mund
  • Halsschmerzen
  • Hartnäckige Heiserkeit
  • Schmerzhaftes und/oder erschwertes Schlucken
  • Schwellung am Hals
  • Einseitig verstopfte Nase und/oder Nasenbluten

DIAGNOSTIK

Um die individuell beste Behandlung zu ermöglichen, führen wir eine ausführliche und vollständige Diagnostik durch, auf deren Grundlage der behandelnde Arzt die weiteren Behandlungsschritte ableitet. Dabei sind verschiedene Faktoren entscheidend, wie beispielsweise die Größe und genaue Lage des Tumors, der Befall lokaler Lymphknoten im Halsbereich, oder ob bereits Fernmetastasen vorliegen. Zur Diagnostik kommen sämtliche modernen Verfahren zur Anwendung:

  • Sonographie (Ultraschall)
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Szintigraphie
  • Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

DIE BEHANDLUNG

Je nach Diagnoseergebnis legt der behandelnde Arzt nach Vorstellung des Falls in der interdisziplinären Tumorkonferenz den individuellen Behandlungsplan fest. In der Regel ist dies ein operativer Eingriff, dessen Ziel es ist, möglichst den gesamten Tumor sowie möglicherweise befallene Lymphknoten vollständig zu entfernen. Dabei decken wir von minimalinvasiven Eingriffen über laserchirurgische Verfahren bis hin zu ausgedehnten Tumorresektionen mit plastischer Defektrekonstruktion durch mikrovaskulär anastomosierte körpereigene Transplantate das gesamte Spektrum der chirurgischen Tumortherapie im Kopf-Hals-Gebiet ab.

Je nach Lage und Fortschritts-Stadium des Tumors kommt zudem potenziell auch eine Strahlen- und/oder Chemotherapie in Frage.

NACH DER BEHANDLUNG

Um einem möglichen Wiederauftreten oder einer Zweiterkrankung vorzubeugen, ist die Nachsorge nach der Krebsbehandlung von essenzieller Bedeutung. Dazu führen wir regelmäßige klinische und sonografische Verlaufskontrollen durch und koordinieren bei Bedarf erneute Diagnostik- und Therapieschritte.

ÜBERBLICK DER BEHANDLUNG

Vor der Operation:
Verfahren:
In der Regel stationäre Operation des Tumors mit rekonstruktiven Maßnahmen zur Wiederherstellung der Funktionalität
Betäubung:
In der Regel Vollnarkose
Nachbehandlung:
Zu beachten:
Ggf. Begleittherapie durch Onkologie, Strahlentherapie, Logopädie, Sprech- und Schluckübungen

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